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Spiele nicht nur für Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen

ReferentIn: Jörg Memmel


Spiele nicht nur für Rollstuhlfahrer*innen im / mit / hinter dem Rolli.
Perspektivenwechsel für Menschen ohne Gehbehinderung.

Seit die UN-Behindertenrechtskonvention auch bei uns in Politik und Gesellschaft angekommen ist tauchen Begriffe wie „Inklusion“ und „Barrierefreiheit“ auf. Inklusion bedeutet, alle Menschen gehören zu einer Gesellschaft und können daran teilnehmen, ohne dass sie dabei Grenzen erfahren müssen: sozusagen Barrierefreiheit. Natürlich meint Barrierefreiheit alle Bereiche des Lebens: Den Zugang zur gesamten Umwelt, zur virtuellen Welt, zu anderen Menschen, aber auch den Abbau von Barrieren im Kopf, Toleranz, Offenheit und Zusammenleben.
Damit ich mich mit Barrieren auseinandersetzen kann, muss ich mich in den anderen Menschen, der durch seine Umwelt behindert wird, hineinversetzen können! Der Perspektivenwechsel ist Voraussetzung dafür, dass ich spüren kann, wo Hindernisse sind, oder wo Hilfen oder Hilfsmittel nicht funktionieren oder falsch gedacht sind.
Bei den Rollispielen können Spieler*innen mit und ohne Gehbehinderung zusammen die Freizeit verbringen. Die Spiele können aber auch nur von Fußgänger*innen gespielt werden, die dann ihre Rollen immer wieder tauschen. Mal bewege ich mich alleine im Rolli fort, mal werde ich geschoben oder schiebe eine*n Mitspieler*in. Dabei kann ich ganz unterschiedliche Erfahrungen machen. Auf jeden Fall steht der Spaß im Vordergrund!
Die Rollispiele können ruhig oder wild sein. Sie können Wettkampf oder Teamaktion sein. Sie können darstellende, spannende und kreative Elemente haben. Ganz nebenbei bekomme ich als Spieler*in z. B. mit, wie mich eine Kante aufhält, wie mich mein*e „Schieber*in“ beeinflusst, und welche Macht ich über meine Mitspieler habe, die vielleicht auf meine Hilfe angewiesen sind.
„Komm, gehen, äh, rollen wir spielen!“